Merlot, Alto Adige DOC, Tiefenbrunner, 2015

Im Jahre 1225 n.Chr. wird das „Gut Linticlar“ erstmals urkundlich erwähnt. Stein- und bronzezeitliche Funde im Umfeld der Burgruine oberhalb unseres Betriebes belegen jedoch, dass der Ort bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. 1848 wird der Turmhof als Kellereibetrieb in das Handelsregister eingetragen. Das macht ihn zu einem der ältesten Weingüter Südtirols.
Herbert Tiefenbrunner (1928-2015) begann noch vor Ende des 2. Weltkrieges mit nur 15 Jahren seine Tätigkeit als Kellermeister, seine spätere Frau Hilde eröffnet 1968 die Jausenstation.
Im Mai 2012 übernehmen wir den Betrieb, den wir im Bewusstsein unserer jahrhundertealten Winzerkultur weiterführen. (Sabine und Christof Tiefenbrunner; www.tiefenbrunner.com)

 

Hersteller: Tiefenbrunner Srl – Schlosskellerei Turmhof, Via Castell 4 – Niclara, Cortaccia sulla Strada del Vino (BZ)
Region: Alto Adige
Art: Rotwein
Trauben: 100% Merlot
Preis: CHF 20.90
zu kaufen bei: Flaschenpost

Persönliche Wertung:
Ranking: sehr gut | Preis/Leistung: sehr gut

Auszeichnungen
Jahrgang Gambero Rosso
(bicchieri)
Duemila Vini
(grappoli)
Veronelli
(stelle)
Parker, andere
(x/100 Punkte)
2015        
2016        
       

Dieser granatrote, violett nuancierte Merlot bietet ein komplexes Bouquet, das an Trockenfrüchte, Kirschen und Lakritze erinnert. Dieser elegante Wein zeigt sich im Gaumen rund, geschmeidig und mit einer angenehmen Säure. Im Abgang ist er kraftvoll und anhaltend. Dieser Wein besitzt ein besonders gutes Reifepotential. (www.tiefenbrunner.com)

Wieso ich diesen Wein hier erwähnen will? Ganz einfach: erinnert mich an einen Merlot del Ticino, rundum!

Ein wirklich gut gelungener Merlot aus dem Alto Adige. Die Hanglagen in etwa in gleicher Höhe wie jene aus dem Tessin. Der Wein hat eine schöne Fruchtigkeit, zeigt sich präsent in der Nase und im Gaumen kommen kräftige rote Fruchtnoten rüber, abgerundet mit einer zarten Herbheit und einem Bund frischer Kräuter.

Gut gelungener Merlot!

Getrunken in Venedig, nach getaner Arbeit, am Abend zusammen mit Erika. Tja, wirklich: ich habe Venedig nach ca. 35 Jahren zum 2. Mal besucht und habe 3 volle Tage arbeiten dürfen. Und dies direkt nach unserem Ferienaufenthalt in der Maremma. Sowas hat man auch nicht alle Tage.

Mir ist dieses Venedig aber sowas von gut rübergekommen. Im Herbst oder Spätherbst, also etwa Mitte Oktober bis Mitte November bietet Venedig ein herrliches Ambiente; mit relativ wenig Touristen. Die Einheimischen haben auch einen Gang runtergeschaltet und nehmen es etwas legerer, was dem „Italienischen Flair“ zu gute kommt.

Wieder nach Venedig im Spätherbst? Aber immer! Diese Weinbeschreibung ist eigentlich schon Historie. Denn seit diesem hier beschriebenen Aufenthalt in Venedig vom Oktober 2017, sind wir gerade einen Monat später und im Folgejahr, im 2018, bereits wieder in Venedig gewesen und der nächste Aufenthalt im 2019, natürlich wiederum im Spätherbst ist schon gebucht. La Serenissima verlockt halt eben doch und wenn du in der frühen Nacht, also ca. um 2300 durch die Gassen schlenderst, hast Du das Gefühl, alleiniger Herr und Meister zu sein. Leere Gassen, soweit das Auge reicht, wunderbar beleuchtet, da und dort etwas nebeliger Dunst. Und wenn Du dich vorher gut informierst, findest Du getrost noch da und dort eine Bar oder Vinotek, die bis 0100 oder sogar länger auf hat. Italianita pur!

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*